Elisabeth Hauck | Drucken26.03.2017 

Das Publikum entscheidet mit

Ab Mittwoch flimmern beim „Kurzsuechtig“-Festival wieder Kurzfilme über die Leinwand der Schaubühne Lindenfels. Ein Rahmenprogramm aus Werkstattgespräch, Diskussionen und Party runden die Vorführungen ab.

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So sieht Mitmachkino aus: das „Kurzsuechtig“-Publikum in der Schaubühne Lindenfels. (Foto: Kurzsuechtig e.V.)

Seit nunmehr 14 Jahren ist das Kurzfilmfestival „Kurzsuechtig“ ein fester Bestandteil des Leipziger Veranstaltungskalenders. Jedes Jahr im Frühjahr gilt es, spannende Nachwuchsfilmemacher aus Mitteldeutschland und ihre neuesten Werke zu entdecken. Auch 2017 gibt es wieder viel zu sehen und zu hören.

Am Mittwoch, den 29. März, startet das diesjährige Festival mit dem Animationsabend. Die zehn ausgewählten Filme geben einen Einblick in die unterschiedlichsten Animationstechniken. Neben Stop-Motion, Zeichentrick und Knettechnik gibt es auch handgezeichnete Frame-für-Frame-Animation in Papieroptik zu entdecken. Am Donnerstag warten die Dokumentarfilme mit spannenden Themen über Familienbande und Lebensgeschichten auf. Danach folgt der fiktionale Kurzfilm mit sechs Beiträgen. Auch der Leipziger Regisseur Philipp J. Neumann ist wieder mit seinem neuen Film Lachesis dabei. Das Werk ist der zweite Teil einer Trilogie, deren Filme nach den drei griechischen Schicksalsgöttinnen benannt sind. Schon der erste Teil Atropos war beim „Kurzsuechtig“ 2011 zu sehen und räumte den Preis der Fachjury ab. Ob sein Werk dieses Jahr wieder Chancen hat, kann man am Freitag live miterleben. Im Anschluss an die Preisverleihung wird auf der Festivalparty dann ordentlich gefeiert, bevor es Samstag mit den spannenden Kategorien Filmmusik und Sounddesign sowie dem Experimentalfilm weitergeht.

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Der Leipziger Regisseur Philipp J. Neumann ist mit seinem neuen Film „Lachesis“ erneut beim „Kurzsuechtig“ vertreten. (Foto: Philipp J. Neumann)

Besonderen Spaß machen die Filmabende neben ihrer vielfältigen Ausgestaltung auch wegen der Einbeziehung des anwesenden Publikums. Einerseits wird noch am selben Abend von einer Fachjury der Gewinner gekürt. Andererseits dürfen die Zuschauer ebenfalls ihren Favoriten wählen.

Und in diesem Jahr gibt es sogar noch mehr zu entdecken. Das Rahmenprogramm lädt zu Gesprächen und Diskussionen über das Filmemachen ein. Am Freitag versammelt die Initiative Filmachse Förderer und Macher, um sich in einem Werkstattgespräch zum Thema „Nachwuchsförderung in Mitteldeutschland“ auszutauschen. Außerdem wird es auch Kurzfilme aus der Schweiz zu sehen geben und das Virtual Reality Show Case stattfinden. Für so viel Programm braucht es natürlich auch mehr Raum, den in diesem Jahr das Kunstkraftwerk in der Saalfelder Straße bietet.

In seinem 14. Jahr ist „Kurzsuechtig“ so gut aufgestellt wie niemals zuvor und stellt damit seine Relevanz für die Nachwuchsfilmszene in der Region unter Beweis. Das ist gut und wichtig, deshalb gilt: Hingehen, Filme schauen und Mitdiskutieren!

14. Mitteldeutsches Filmfestival „Kurzsuechtig“

29. März bis 2. April 2017

Programm unter http://kurzsuechtig.de/


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